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Aronia / Aroniasaft – eine erstaunliche kleine Beere

Aronia, Aroniasaft: der kleine “Superfood”

Auch unter dem Namen “schwarze Apfelbeere” bekannt, erfreut sich dieses kleine Superfood immer größerer Beliebtheit. Ob frisch, verarbeitetet, getrocknet oder als Saft, in der kleinen schwarzen Beere stecken eine große Menge Vitamine und Mineralstoffe. Im direkten Vergleich mit der Heidelbeere schlägt sie diese in allen Punkten, teilweise sogar um Längen!Das schwarze Kernobst gehört zur Familie der Rosengewächse und gedeiht besonders im Sommer gut. Es wächst an grünen Sträuchern, welche im Winter weinrote Knospen bekommen. Die Beeren haben einen Durchmesser von etwa 5 bis 12 Millimetern und werden auch Zwergvogelbeeren genannt. Geerntet wird in den Monaten August bis Oktober, danach werden die Früchte entweder wie Rosinen getrocknet oder zu Saft verarbeitet. Frisch sind sie im Laden eher nicht zu kaufen, da sie für den direkten Verzehr etwas zu sauer sind.

Der Geschmack der Aroniabeere ist leicht herb, süß und säuerlich. Da Aroniasaft eine intensive rote Farbe hat, können mit ihm sogar Lebensmittel eingefärbt werden. Auch können schöne rote Marmeladen und Gelees hergestellt werden, gerne auch in Kombination mit anderen leckeren Früchten wie Orange, Sanddorn oder Erdbeeren.

aroniasaft

Aroniasaft

Heidelbeeren vs. Aroniabeeren

Um anschaulicher darzustellen, wie gesund die Beere tatsächlich ist, haben wir eine Tabelle erstellt, in der die wichtigsten Eckdaten mit der in Deutschland sehr beliebten Heidelbeere verglichen werden (jeweils 100 g der frischen Beeren):

Aroniabeeren Blaubeeren
Kalorien 47 Kcal 57 Kcal
Kohlenhydrate 9,6 g 14,5 g
Protein 1,4 g 0,7 g
Ballaststoffe 5,3 g 2,4 g
Calcium 30 mg 6 mg
Eisen 0,62 mg 0,3 mg
Magnesium 20 mg 6 mg
Zink 0,53 mg 0,2 mg
Kalium 162 mg 77 mg
Magnesium 0,646 mg 0,3 mg
Vitamin C 21 mg 10 mg
Vitamin E 1,1 mg 0,6 mg

Zusätzlich enthält die schwarze Apfelbeere ein hohes Maß an Antioxidanten, welche den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Der Stoff Anthocyan ist in der Beere in bis zu fünf Mal höherer Konzentration enthalten als in anderen Beerensorten. Er bindet freie Radikale und kann so Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen. Weitere positive Aspekte des kleinen Superfoods sind:

  • anregen der Durchblutung
  • vorbeugen von Bluthochdruck
  • steigern der Abwehrkräfte

und all das bei leckerem Geschmack.

Aroniabeeren

Aroniabeeren

Anbau eines Aroniastrauches

Auch in Ihrem Garten könnte ein Strauch der Apfelbeere wachsen. Die Pflanze ist nicht nur robust und pflegeleicht, sondern auch winterfest und bei Blüte besonders dekorativ. An den Pflanzboden werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Trockenheit macht der Pflanze ebenfalls nichts aus, sogar über einen etwas längeren Zeitraum. Gegen Krankheiten und Pilze ist sie außerdem äußerst widerstandsfähig. Der Strauch muss lediglich ab und an zurückgeschnitten werden, damit sich wieder frische Triebe bilden. Haben Sie besonders gute gärtnerische Fähigkeiten, können Sie den Strauch sogar zu einem Hochstamm züchten.

Von der Aronia gibt es verschiedene Gattungen. Für den heimischen Anbau ist die Kultursorte “Nero” besonders gut geeignet, weil diese im Durchschnitt größere Doldentrauben ausbildet und im Verhältnis zu ihrer Höhe von 2,5 Metern ein vergleichsweise hohes Fruchtgewicht von 1,0 bis zu 1,5 g je Beere erreicht. Wildsorten erreichen bei ähnlicher Wuchshöhe eine geringere Ernte, die Beeren sind außerdem etwas kleiner.

Die Früchte sind zunächst noch rot, werden aber dann schwarz. Essbar sind die roten Beeren zwar, doch sie schmecken um einiges besser, wenn sie reif sind. Im Herbst färben sie sich schwarz und schmecken dann leicht herb, aber süß.

Gesunde und leckere Aronia Rezepte

Nun stellt sich nur noch die Frage, wie die schwarze Beere am leckersten schmeckt. Wir haben ein paar Rezeptideen und Anregungen für Sie:

mit frischen Beeren

Fruchtig und exotisch – ein Smoothie mit Kokosnussmilch und Bananen. Pürieren Sie einfach 200 g frische Beeren, 2 Bananen, 350 g Naturjoghurt, 400 ml Kokosnussmilch und 2 Esslöffel Honig im Mixer.

Zu einem leichten Joghurteis können die Beeren auch verarbeitet werden.
350 g Aroniabeeren
250 g Sahnejoghurt
35 g Puderzucker
3 Eigelb
2 Päckchen Vanillezucker
Kochen Sie die Beeren in ein wenig Wasser weich und vermischen Sie den entstandenen Saft wenn er abgekühlt ist, mit Joghurt. Vermischen Sie das Eigelb mit Puderzucker und Vanillezucker mithilfe eines Handrührgeräts. Mixen Sie die Masse mit dem Aroniajoghurt und gefrieren Sie alles drei Stunden lang.

mit Aroniasaft

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist ein Heißgetränk sehr angenehm und vom hohen Vitamingehalt der kleinen Wunderbeere profitieren Sie außerdem. So einfach geht es: Erwärmen Sie 200 ml Holundersaft mit 100 ml Aroniabeerensaft und 100 ml Orangensaft (bestenfalls frisch gepresst) etwa 20 Minuten lang, achten Sie darauf, dass der Saft nicht zu kochen beginnt, um den Vitamingehalt nicht zu reduzieren. Reiben Sie ein kleines Stück Ingwer ganz fein und geben Sie ihn dazu. Rösten Sie eine Messerspitze Anissamen kurz ohne Öl in einer Pfanne an, zerkleinern Sie sie mit einem Mörser und geben Sie die Samen zusammen mit einem Teelöffel Zimt in den Saft. Mischen Sie als letztes je zwei Teelöffel Zitronensaft und Honig (gerne auch Lavendelhonig oder Agavendicksaft) unter.

mit getrockneten Beeren

Die getrockneten dunklen Beeren sind besonders vielseitig einsetzbar. Rosinen oder Sauerkirschen in süßen Backwerken können ganz einfach ausgetauscht werden. Beispielsweise würden die getrockneten Früchte sehr gut in einen Osterzopf oder Muffins passen. Auch im Müsli sorgen die Beeren für einen süß-säuerlichen Kick.

Es ist gar nicht schwer, die Superbeere in den täglichen Speiseplan aufzunehmen. Auch ein gelegentlich getrunkenes Glas Saft oder eine Hand voll getrocknete Aronia als Snack mit Nüssen liefert eine Menge wichtiger Vitamine. Profitieren Sie von den heilenden und immunsystemstärkenden Effekten der Aroniabeere.


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